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Newsletter Juni 2011

Die Center-Werbung GmbH gewinnt drei neue Kunden und erweitert ihre Geschäftsbeziehungen sowohl außerhalb als auch innerhalb des genossenschaftlichen FinanzVerbundes

Bei dem neu am Markt auftretenden Verbundunternehmen DZ PRIVATBANK AG konnten im Herbst des Jahres 2010 Wettbewerbspräsentationen erfolgreich abgeschlossen werden, sodass im aktuellen Geschäftsjahr 2011 der Mediaeinkauf durch die Center-Werbung erfolgt. Ebenso konnte die Betreuung des Mediaetats einer zugekauften Tochter-
gesellschaft der R+V Versicherung, der CONDOR Versicherungsgruppe, übernommen werden. Außerhalb des genossenschaftlichen FinanzVerbundes gewann die Center-Werbung ebenfalls im Leistungsbereich Media den Neukunden PVC Plus; ein Zusammenschluss von Unternehmen der PVC-Branche und eng mit der Arbeits-
gemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AGPU) verbunden, die das Ziel verfolgt, PVC mit den Belangen des Umweltschutzes in Einklang zu bringen.

Werbemarkt bewegt sich kaum – Nielsen veröffentlicht ernüchternde Mai-Zahlen

Der Bruttowerbemarkt lag im Mai nur 0,4 Prozent über Vorjahresniveau, wie die aktuelle Nielsen-Auswertung zeigt. Ernüchternd ist der Wert auch deshalb, weil der Monatsvergleich im April noch ein Plus von 5,4 Prozent auswies. Vor allem die schlechte Mai-Bilanz der TV-Vermarkter (- 3 Prozent) drückt das Gesamtergebnis. Kumuliert entwickelt sich der Werbemarkt 2011 weiterhin positiv. Die Bruttowerbeumsätze zwischen Januar und Mai belaufen sich auf knapp 10,2 Milliarden Euro und liegen damit 3,9 Prozent über Vorjahr.
Bis Ende April lag das Plus allerdings noch bei 4,8 Prozent. In der Gesamtbetrachtung entwickeln sich alle Werbeträger positiv – ausgenommen die Zeitungen, die es als einzige Gattung nicht mal auf ein Bruttoplus schaffen. Bis Ende Mai gehen die Einnahmen um
0,6 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro zurück. Sie bleiben aber zweitstärkstes Medium nach dem Fernsehen, das rund 4,3 Milliarden Euro umsetzte (+ 0,8 Prozent). Die Publikumszeitschriften verbuchen 1,5 Milliarden Euro (+ 4,2 Prozent) und das Internet knapp 1,1 Milliarden, bleibt mit 26,3 Prozent plus aber die am stärksten wachsende Gattung.

Werbeumsätze: Sport Bild Flop, Glamour top

Der Mai war für die Zeitschriftenbranche ein recht wechselhafter Monat. Während zahlreiche Magazine ihre Brutto-Werbeumsätze deutlich verbessern konnten, stieg die Zahl der Titel, die weniger als im Vorjahr umsetzten, wieder an. Bei den großen Magazinen dominieren allerdings die Gewinner: 39 der Top-50-Zeitschriften legten gegenüber 2010 zu, darunter auch die beiden Führenden stern und Bild am Sonntag. Größter Gewinner ist nach Ablauf des Mai nun Glamour, am deutlichsten verloren hat Sport Bild. 14,8 Mio. Euro setzte Springers Sportmagazin laut Nielsen in den ersten fünf Monaten des Jahres brutto mit Anzeigen um – ein Minus von 17,4 Prozent, bzw. 3,13 Mio. Euro, mit dem es auf Platz 1 der Verlierer-Top-10 springt. Ein Hauptgrund für die Entwicklung dürfte die Fußball-WM 2010 sein, die der Sport Bild im vergangenen Jahr mehr Werbung bescherte. Konkurrent kicker leidet nicht so sehr. Zwar setzte auch er im Mai weniger um als vor einem Jahr, doch auf das Gesamtjahr gerechnet liegt die Montags-Ausgabe noch mit 6,5% im Plus. Während sich mit Brigitte, Lisa und Bild der Frau auch drei Frauenzeitschriften im Verlierer-Ranking platzierten, finden sich bei den Gewinnern sogar fünf Titel mit eher weiblichem Publikum: Glamour und InStyle auf den Plätzen 1 und 2 sowie Vogue, Gala und Elle auf den Rängen
8 bis 10. Glamour machte dabei im Vergleich zum April-Ranking einen Sprung von 4 auf 1. Umsatzstärkste Zeitschrift des Landes ist nun wieder der stern. Im Vormonat noch Nummer 2 hat das Magazin die Bild am Sonntag überholt. Außerdem liegt der stern mit
4,2 Prozent recht komfortabel über den Vorjahres-Zahlen. Hinter der BamS folgen auf den weiteren sechs Plätzen fünf Verlierer: Der Spiegel, Focus, Brigitte, Freundin und
Bild der Frau.

Zahl der Leser steigt

Das Allensbach-Institut befragt für seine Markt-Media-Studie AWA nun auch deutschsprachige Ausländer und passt sich damit der Media-Analyse an. Die Reichweiten der Zeitungen und Zeitschriften dürften steigen. Dieser für Verlage erfreuliche Trend zeichnet sich für die am 6. Juli erscheinende Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse 2011 (AWA) ab. Die Studie befasst sich, ähnlich wie die Media-Analyse (MA) der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft (AG.MA), mit der Nutzung von Printmedien. Über die als „härteste“ Reichweitenwährung geltende MA hinaus ermittelt die AWA mehr Zusatzinformationen zu den Lesern. Der Grund für ein zu erwartendes Reichweitenplus ist ein statistischer Effekt. Wie bei der MA Pressemedien 2010 wird in der AWA die Grundgesamtheit erweitert. Statt der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren (64,6 Millionen Personen) ist es nun die gesamte deutschsprachige Bevölkerung (70,3 Millionen) – das entspricht einer Erweiterung um fast neun Prozent.

Ende des App-Hypes?

2010 war zweifelslos das Jahr der Apps. Keine Woche verging ohne neue mobile Anwendungen für iPhone, iPad oder Endgeräte mit Googles Handy-Betriebssystem Android. 300.000 Apps sind es inzwischen im Apples App Store, im Android Market stehen über 100.000 Apps für den Download bereit. Noch schwimmen die Anwender auf der App-Welle mit: Durchschnittlich 100 Apps hat jeder iPhone-User auf seinem Endgerät, aber wie viele davon nutzt er wirklich regelmäßig? Bei allen Möglichkeiten, die sich Content-Anbietern, in erster Linie Verlagshäusern, durch die Apps eröffnen, sollten die Nachteile gegenüber mobilen Web-Seiten nicht in Vergessenheit geraten: Deren Inhalte sind nämlich über eine Suche bei Google deutlich sichtbarer als der Content in Apps. Hinzu kommt die Tatsache, dass Apps und deren Download häufig kostenpflichtig sind. Beides reduziert Reichweite und macht die App-Welt zu einem Netz im Netz. Das ist vielleicht im Sinne von Apple-Chef Steve Jobs, kann aber nicht im Sinne der Medienhäuser sein. Und die ersten reagieren bereits: Zeit.de bietet seinen Lesern neben einer iPad-App seit Kurzem eine für das iPad und Tablet-PCs optimierte Website mit entsprechend gestalteten Inhalten. Das bedeutet noch nicht das Ende der Apps, aber dem Hype könnte Ernüchterung folgen.

Business Joke des Monats